Kölsche Knüller met Joethe un Schiller

Jupp Muhr liest aus eigenen Übertragungen und Parodien
„klassischer“ Autoren

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand.
Und kam die goldene Herbsteszeit
Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Dann stopft, wenn es Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll [….]

D’r Schmitz hatt nevven singem Lade
ne Birreboum em Schreberjaade,
un wenn em Hervs et Sönnche schung
un die Birre leuchteten jääl ov brung,
dann stoppt’ sich d’r Schmitz en d’r Meddagsstund
de Täsch voll Birre, suvill wie hä kunnt [….]

Fontane „op Kölsch“ – ist so etwas möglich, ohne ein Sakrileg zu begehen? Kann man Goethes >Zauberlehrling< „einkölschen“, ohne sich einer Blasphemie schuldig zu machen? Und wie steht es um die „Kölsch-Kompatibilität“ von Dichtern wie August Kopisch, Friedrich Rückert, Johann Wolfgang Goethe, Friedrich Schiller, Eduard Mörike, Wilhelm Busch, Mascha Kaléko, Riccarda Huch und anderen? Wenn Sie innerlich jung geblieben sind, wenn Sie sich die Freude an (scheinbar nur) kindgemäßen Gedichten bewahrt haben und wenn Sie -wichtig!!- wenigstens ein bisschen Rheinisch verstehen, dann werden Sie an dieser „literarischen Lesung“ Ihre Freude haben. Für die auflockernde und entspannende Klavierbegleitung sorgt Hans-Günther Adam.

Was können die Dialekte, was können die Mundarten leisten und was nicht? Wo liegen ihre Stärken, wie erhaltenswert sind sie? Wäre es nicht sinnvoller, eine weitere Vereinheitlichung unserer Sprachgewohnheiten und Sprechweisen anzustreben, statt die sogenannten „Regionalsprachen“ noch besonders zu pflegen?

Dä Fuss un die Druuwe

Dä Fuchs soch schäl die Druuve aan,
die hinge su huh, hä kom nit draan;
doch dät hä nit jään verliere.
Dröm löös dä Fall hä met Bravour
un saht: „Se sin mir vill ze suur!“
Stolz dät hä heimspaziere.

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